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Nahrung
Von einer einzigartigen Geschichte hervorgebrachte Aromen

„Die traditionelle Küche von Okinawa war während der großen Handelsära zwischen dem 14. und 16. Jahrhunderts im Königreich von Ryükyü entstanden, um chinesische Gesandte, die im Auftrag des chinesischen Kaisers kamen, zu versorgen. Seither entwickelt sie sich fortlaufend mit Einflüssen aus Japan, China und anderen asiatischen Ländern. Die Gerichte sind so konzipiert, dass Sie im Hinblick auf den Nährwert ausgeglichen sind. Diese Kochkunst kombiniert die Essenzen von vitaminreichen Zutaten wie Bitterkürbis, Luffa und Schweinefleisch, das über einen langen Zeitraum sorgfältig vorbereitet wurde, damit sich der Fettanteil verringert. Die Weisheit der Vorfahren, die sich gut ernährten und gesund lebten verbleibt im Geist der okinawesischen Kochkunst.
Nach dem Krieg wurde diese Ernährungsweise von der amerikanischen Kulinarik, die bekannt ist für ihre „Schweinekonserven“ und bis heute in Ehren gehalten, beeinflusst. Die okinawesische Kochkunst zeigte offene Akzeptanz für den Einfluss, den die sich veränderten Zeiten mit sich brachten und heute ist sie eine einzigartige Kochkultur, die eine Vielzahl an Gerichten hervorgebracht hat.“

Schweinefleisch: die Zutat, die die Okinawaner schätzen.

Okinawaner sind bekannt dafür, alle Köperteile des Schweins zubereiten. Genau genommen, gibt es sogar eine Redensart, die wie folgt lautet: „alles außer seine Tränen werden verspeist.“ Die gängigste Art der Zubereitung ist das zeitlich längere Schmoren lassen. Traditionell wird es für längere Zeit gekocht, damit sich der Fettanteil verringert und die Mahlzeit gesunder ist. In den letzten Jahren wurde das schwarze Schwein, bekannt als „Agu“, eine einheimische Art in Ryükyü, immer beliebter.

Okinawesisches Soba: Nahrung für die Seele, bei der die Okinawaner nicht aufhören können sie zu lieben.

„Okinawa Soba verwendet Nudeln, die zu 100 % mit Mehl hergestellt wurden und keinen Buchweizen enthalten. Die Farbe, Dicke und Kräuselung der Nudeln variieren je nach Region. Die Suppe wird mit einer Mischung aus Schweineknochen und Bonito-Bouillon zubereitet, mit Salz gewürzt und das Gericht wird mit einer Vielzahl an Belägen serviert, inklusive Schweinerippchen, Soki und Bratgemüse.
Es gibt sogar Zahlen, die darauf hindeuten, dass 150 bis 160 Tausend Okinawa-Soba-Gerichte tagtäglich verzehrt werden und es ist keine Übertreibung, wenn man sagt, dass es Seelennahrung für die Menschen Okinawas ist.“

Awamori: Okinawesischer Likör, der bekannt ist für sein reiches Aroma und tiefgründigen Geschmack

Awamori ist die beliebte Wahl, wenn es in Okinawa um Spirituosen geht.
Es ist der traditionelle Branntwein, der aus der dynastischen Ära stammt. Er wird hergestellt, indem man Wasser und Hefe zu Reismalz hinzugibt, welches mit Kurokoji-Schimmel und Dampfreis zubereitet wurde (hauptsächlich Thai-Reis), und man dies anschließend gären lässt. Awamori mit einer Reife von mehr als zehn Jahren wird als Koshu (Kusu) bezeichnet. Je länger die Lagerzeit beträgt, desto mehr reift er und desto genussvoller werden das reiche Aroma und der milde, satte Geschmack. Wir möchten, dass Sie ihn mit einer Auswahl an Okinawa-Gerichten genießen.

Die alltägliche Mahlzeit in Okinawa: Champurü

Im örtlichen Dialekt bedeutet Champuru etwas zu mischen oder zu kombinieren und bezeichnet Pfannengerichte, die hauptsächlich aus Gemüse, jedoch auch aus einer Anzahl anderer Zutaten wie Shima-Tofu und Schweinefleisch bestehen. Es gibt verschiedene Arten von Champuru, vom Goya-Champuru, dem Okinawa-Klassiker, bis hin zum Tofu-Champuru und Somen-Champuru und vielem mehr. Es gibt zahllose Restaurants, die Champuru servieren, somit ist es einfach zu finden.

Der Genuss von Thunfisch von seiner besten Seite über das ganze Jahr hindurch

Da Okinawa von Korallenmeeren umgeben ist, säumen wahrhaft farbenfrohe Fische die Märkte. Der empfehlenswerteste innerhalb des reichhaltigen Angebots an Meeresfrüchten ist der Thunfisch. In den Gewässern rund um Okinawa ist das Fischen von Thunfisch eine blühende Industrie und der Fang ist qualitativ hochwertig und rangt in Japan bezüglich Quantität auf Platz drei. Hinzu kommt, dass sich Okinawa in einer einzigartigen Region befindet, in der alle vier Arten des Thunfisches gefunden werden können, die in Japan gefangen werden (Blauflossenthunfisch, Gelbflossenthun, Großaugenthun und Weißthun), somit kann man das ganze Jahr über saisonalen Thunfisch genießen. Da der Thunfisch in Küstengewässern gefangen wird, wird er direkt zu den Märkten versandt, ohne eingefroren zu werden, was bedeutet, dass er seinen außergewöhnlich Nährstoffgehalt und Geschmack beibehält, während er zudem für seine zarte Textur bekannt ist. Viele Thunfisch-Spezialitätenhändler säumen den Markt für Direktverkäufe, Tomariyumachi, am Fischereihafen in Naha, wo Thunfischfilets erhältlich sind, die von Arbeitern mit meisterlichem Können zubereitet werden. Zusätzlich können Sie den frischen Thunfisch im Gastronomiebereich verspeisen, was diesen zu einem sehenswerten Ort macht.

Rubrik | Okinawesische Küche als makrobiotische Ernährung

Die traditionelle Küche von Okinawa basiert auf der Idee „Essen und Medizin von der selben Quelle“, die aus China eingeführt wurde. In Okinawa wird Nahrung, die gut für die Gesundheit ist, als „Kusiumun (was Medizin ausmacht)“ oder „Nuchigusui (Lebensmedizin)“ bezeichnet, was offensichtlich von dieser Idee stammt.

Die Kartoffel, die das Hauptnahrungsmittel darstellte, enthält Balaststoffe, während das Schweinefleisch sorgfältig auf gesunde Weise zubereitet wurde, um Fett abzubauen. Der Seetang, der reich an Kalzium und Jod ist, wurde als fester Bestandteil und nicht zur Lagerung verwendet.

Hinzu kommt, dass es unter den in Okinawa verwendeten Zutaten viele gesunde Nahrungsmittel gibt, wie beispielsweise Mozuku, welches Fucoidan enthält, eine Substanz, die Anti-Krebs-Eigenschaften besitzt und das Immunsystem stärkt, Shikwasa, welches Nobiletin enthält, eine Substanz, die den Blutzucker und den Blutdruck senkt, und Kurkuma, welches Kurkumin enthält, eine Substanz, welche die Leberfunktion erhöht. All diese haben mit hoher Wahrscheinlichkeit zum gesunden Leben unter den Menschen Okinawas beigetragen.
Sogar brauner Zucker, der üblicherweise als Snack gegessen wird, enthält eine große Menge an Mineralien und Spurenelementen. Nicht nur gibt es unter den bekannten Zutaten viele gesunde Nahrungsmittel, viele der traditionellen Speisen liefern zudem auch eine ausgeglichene Ernährung in einem einzigen Gericht. Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass die Gnade des Landes und die Weisheit der Vorfahren die Langlebigkeit in Okinawa unterstützt haben.