Inselfrüchte mit reicher Süße und erfrischendem Aroma

Obst im Süden von Okinawa zeichnet sich durch lebendige Farben und auffällige Formen aus.
Es kann zum Kochen und für Desserts verwendet werden, oder, dank der reichen Süße und dem erfrischenden Aroma, einfach pur genossen werden. Früchte aus Okinawa lassen sich auf die unterschiedlichste Weise genießen.
Bitte probieren Sie die köstlichen, saisonalen Früchte der einzelnen Jahreszeiten.

Sternfrucht
スターフルーツ

Diese Frucht besitzt einen lieblichen, sternenförmigen Querschnitt. Sie besitzt einen hohen Gehalt an Vitamin C, Kalium und Polyphenol sowie einen hohen Folsäureanteil. Die Früchte bieten ein besonders knackiges Esserlebnis. Die grünen Früchte haben ein säuerliches Aroma, was sie ideal für Salate und zum Einlegen macht, während Sie bei den gelbgewordenen Früchten ein leicht erfrischendes, süß-saures Aroma genießen können. Das Hauptanbaugebiet liegt bei der Stadt Haebaru im Süden der Hauptinsel.

Drachenfrucht
ドラゴンフルーツ

Die ursprünglich aus Lateinamerika stammende Drachenfrucht aus der Familie der Kakteen ist eine Frucht, die reich an Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen ist. Man sagt, dass die Frucht ihren Namen daher bekommen hat, weil die Außenschale der Frucht Drachenschuppen ähnelt. In der Frucht gibt es rotes und weißes Fruchtfleisch, wobei Sie beim roten Fruchtfleisch ein fruchtig-süßes und beim weiße Fruchtfleisch ein erfrischend-säuerliches Aroma genießen können. Weil die Drachenfrüchte nicht nachreifen, ist es empfehlenswert, sie nach dem Einkauf relativ schnell zu verzehren. Eine straffe Außenschale und keinerlei schrumpelige Stellen ist ein Anzeichen dafür, dass die Früchte frisch sind.

Mango
マンゴー

Mit einem süßen Aroma, das förmlich im Munde zerfließt und das genau den richtigen Grad an Säuerlichkeit besitzt, ist die in der hellen, gleißenden Sonnen gebadete Mango eine typische Sommerfrucht von Okinawa. Obwohl sie roh gegessen bereits ein Hochgenuss ist, sind auch Säfte, Puddings und Konfitüren aus dieser Frucht sehr beliebt.

Die Hauptanbaugebiete innerhalb der Präfektur liegen auf der Okinawa-Hauptinsel, den Miyako-Inseln und den Ishigaki-Inseln. Die Sorte Irwin mit ihrer purpurfarbenen Schale wird im Allgemeinen auch „Apfelmango“ genannt. Eine weitere weitverbreitete Fruchtsorte ist Keats, bei der die Fruchtschale selbst bei Vollreife grün bleibt. Diese Sorte kommt später als die Irwin-Sorte auf den Markt. Die Mangosaison liegt zwischen Juli und August. Mangos sind sehr vitamin- und mineralstoffreich und auch der Kaliumgehalt ist sehr hoch. Die bis zur Vollreife natürlich gereiften Mango aus Okinawa besitzen einen unübertrefflichen Geschmack und haben zudem noch einen hohen Nährwert. Lassen Sie deshalb die Mango nicht weiter nachreifen, sondern genießen Sie sie, so wie sie ist.

Ananas
パインアップル

Die reichlich Vitamin C enthaltene Ananas enthält bei rohem Verzehr zudem reichlich das proteinspaltende Enzym Bromelain, was sie sowohl als hervorragende Ergänzung für Fleischgerichte als auch zum idealen Ballaststofflieferanten macht. Weiterhin enthält sie viel Zitronensäure, was der Regenerierung bei Ermüdungserscheinungen sehr förderlich ist. Und obwohl sie sehr süß ist, ist sie außergewöhnlich kalorienarm, weshalb sie eine heiße Empfehlung für all jene ist, die auf Körper und Gesundheit achten.

Weil sie nur dort angebaut werden kann, wo der Boden schön trocken und sauer ist, liegt das Hauptanbaugebiet Japans in den nördlichen Regionen der Präfektur – angefangen beim Dorf Higashi über die Ishigaki-Inseln bis hin zur Yaeyama-Inselgruppe. Genaugenommen sind so ziemlich alle im Inland angebauten Ananas, die landesweit verkauft werden, aus den Okinawa-Anbaugebieten.

Damit die Ananas nach der Ernte nicht nachreifen müssen, lässt man sie solange am Baum reifen, bis sie vollreif sind und erntet sich danach, wodurch die ausgelieferten Ananas aus Okinawa sowohl einen aromatischen Duft als auch einen einzigartigen Geschmack aus gutbalancierter säuerlicher Süße besitzen.

Shikwasa
シークヮーサー

Shikwasa ist eine einheimische, wilde Mandarinensorte Okinawas. Im Okinawa-Dialekt bedeutet „shii“ sauer und „kwasa“ essen lassen. Sie enthält reichlich Vitamine und Carotin sowie sehr viel Nobiletin. Normalerweise werden die Früchte in dem unreifen Zustand geerntet, wo sie noch ein klein wenig grün sind. Ihr leicht säuerlicher Geschmack passt hervorragend zu Fischgerichten. Die bis zum gelb werden gereiften Früchte sind süß und können roh gegessen werden, erfreuen sich aber auch als Fruchtsäfte oder Süßigkeiten großer Beliebtheit. Auf Okinawa sind beispielsweise das Dorf Ōgimi und die Stadt Nago Anbaugebiete dieser Frucht.

Acerola-Kirsche
アセローラ

Das Hauptanbaugebiet der Acerola-Kirsche liegt bei der Stadt Motobu im Norden der Okinawa-Hauptinsel. Diese kleinen tiefroten Früchte enthalten sehr viel Vitamin C – man sagt, ungefähr das 30-fache einer Zitrone. Weil die einmal geernteten Früchte schnell verderben, sieht man sie kaum auf dem Markt, jedoch kann man sie in Fertigprodukten wie Säfte oder Konfitüre genießen. In letzter Zeit kommen immer wieder neue Produkte wie eingelegte Acerola oder Acerola-Tee auf den Markt.

Passionsfrüchte
パッションフルーツ

Passionsfrüchte mit ihrem erfrischendem Aroma und ihrem süßsaurem Charme lassen die Gedanken nach Südjapan gleiten. Alle Sorten sind essbar. In den Früchten befindet sich neben den Kernen und dem Fruchtsaft auch das gelbe, geleeartige Fruchtfleisch. Neben dem rohen Verzehr der Frucht sind beispielsweise auch Konfitüren, Fruchtgelees und Fruchtsäfte aus dieser Frucht sehr beliebt.

Innerhalb der Präfektur liegt das Hauptanbaugebiet im Süden der Hauptinsel wie beispielsweise beim Dorf Onna und auf den Ishigaki-Inseln. Diese Frucht ist durch ihren hohen Vitamin- und Mineralgehalt und dadurch, dass sie trotz ihrer Süße kalorienarm ist, eine Empfehlung für alle gesundheitsbewussten Menschen.

Wenn die Schale runzelig wird, ist dies das Zeichen, dass sie gegessen werden kann. Durch Nachreifen wird zudem der herb-saure Geschmack reduziert. Wenn Sie die Frucht im Kühlschrank kühlen, können Sie ein sorbetähnliches Esserlebnis genießen.

Tankan
タンカン

Die Tankan ist durch eine natürliche Kreuzung der Ponkan-Orange mit der Navel-Orange entstanden. Sie besitzt unter den Zitrusfrüchten den höchsten Zuckergehalt und zudem noch reichlich Fruchtsaft.
Auf Okinawa darf diese Frucht weder auf dem winterlichen Esstisch noch als Neujahrsschmuck fehlen. Man sagt, dass mit einer Zunahme des Kälte-Wärme-Gefälles auch die Süße zunimmt, weshalb sie in den nördlichen Bereichen der Hauptinsel angebaut wird. In letzter Zeit erfreut sich diese Frucht auch als Gegengeschenk für andere Präfekturen großer Beliebtheit.